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20 Jahre fischer Produktion in Denzlingen

Im badischen Werk stimmt die Chemie
Waldachtal, 28.05.2019

Der fischer Produktionsstandort für chemische Befestigungssysteme im Denzlinger Gewerbegebiet „Geringfeldele“ feierte am 28. Mai sein 20-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum kochte der Sternekoch Harald Wohlfahrt und der Bürgermeister kam. Für glückliche Gesichter sorgte aber besonders Prof. Klaus Fischer während seiner Rede – das hatte Gründe.

Lang hielt der Applaus an, nachdem Prof. Klaus Fischer, Inhaber der Unternehmensgruppe fischer, die frohe Botschaft verkündet hatte. „Ich habe mir überlegt, welche Spendensumme zu unserem Jubiläum passen würde. Da mir 20 Euro jedoch nicht angemessen erschienen, beläuft sich die Summe auf 20.000 Euro.“ Die Summe aus der Stiftung von Prof. Klaus Fischer soll in der Jugend- und Vereinsarbeit innerhalb der Stadt Verwendung finden.

Prof. Klaus Fischer dankte in seiner Rede mehrfach den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Denzlingen für ihren Einsatz und ihren Fleiß in den vergangenen 20 Jahren sowie für deren Verbundenheit zum Unternehmen. „Es hat sich auch hier in unserem Werk in Denzlingen wieder gezeigt, dass das größte Kapital und der wichtigste Erfolgsfaktor in unserem Unternehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind – nicht Anlagen und Gebäude.“ Einer allein sei dazu nie in der Lage. „So ist unser Erfolg letztendlich der Erfolg aller.“
Von Beginn an war die Jubiläumsfeier ein rundes Firmenfest mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit den Betriebsratsvorsitzenden aller deutschen Standorte, mit der Geschäftsführung und mit Prof. Klaus Fischer. Abgerundet wurde die gelungene Veranstaltung durch ein Mittagessen durch Harald Wohlfahrt, Deutschlands bestem Sternekoch, und die fischer Küchenteams aus Tumlingen und Denzlingen. Schon am frühen Nachmittag liefen wieder die Maschinen am Standort.

Der fischer Produktionsstandort in Denzlingen hat sich in 20 Jahren zum wichtigen Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber der Region etabliert. Damit leistet er einen bedeutenden Beitrag zum Erfolg der Unternehmensgruppe fischer. Diese wuchs in 70 Jahren vom Werkstattbetrieb zum international agierenden Mittelständler mit einer Führungsposition im Bereich Befestigungstechnik und erwirtschaftete mit weltweit 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 2018 einen Umsatz von 864 Millionen Euro.

Der Spatenstich in Denzlingen erfolgte im März 1998. In Abstimmung und enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurden die Gebäude innerhalb von nur rund eineinhalb Jahren errichtet. Am Projekt beteiligt waren die Baubehörden und der Denzlinger Gemeinderat, der kommunalpolitische Entscheidungen für die Ansiedlung traf.

Statt des ursprünglich vorgesehenen Grundstücks von 8.000 Quadratmetern konnte fischer ein wesentlich größeres erwerben. Darauf entstanden mehr als 60.000 Kubikmeter umbauter Raum. Bereits zur Eröffnung verfügten die Produktions- und Entwicklungsgebäude über eine besonders moderne technische Ausstattung. Raum und Möglichkeiten für weiteres Wachstum, die fischer für sich zu nutzen weiß. Seit der feierlichen Eröffnung im April 1999 ist viel geschehen. Zur Inbetriebnahme waren hier 86 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Heute sind 150 Arbeitskräfte in Denzlingen tätig, die sich auf die Bereiche Produktion, Entwicklung/Labor/Prüffeld und Leitung/Fertigungsprozessplanung verteilen. Stellte fischer hier anfangs für die drei Marken fischer, Upat und Rocca eine überschaubare Anzahl an Dichtstoffen und chemischen Befestigungssystemen her, wuchs diese schnell auf heute insgesamt 711 unterschiedliche Artikel an.

Zu den Meilensteinen gehören die Einführung zahlreicher innovativer Befestigungssysteme. Darunter fallen der Hochleistungshybridmörtel FIS V 1999, der erste Verbundanker für Beton mit ETA (Europäisch Technischer Zulassung) 2002, der erste Injektionsanker für dynamische Beanspruchung FHB dyn 2003 und das erste Epoxidsystem in Eigenfertigung FIS EM 390 S im Jahr 2004. Es folgte 2005 der Highbond FHB II als bisher leistungsfähigster kraftkontrolliert spreizender Verbundanker, der als Patrone und Injektionsmörtel verfügbar ist. 2012 kommt der weltweit erste Verbundanker für gerissenen Beton mit Standard-Gewindestangen auf den Markt.

Neue Maßstäbe in der ressourcenschonenden Produktentwicklung setzt fischer 2014 mit dem FIS GREEN, dem weltweit ersten Injektionssystem auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Mit dem Epoxidharzmörtel FIS EM Plus bietet fischer ab 2018 einen weiteren leistungsstarken Injektionsmörtel für Bewehrungsanschlüsse und Beton an. In demselben Jahr etabliert der Befestigungsspezialist speziell für Do-it-Yourselfer das komplett neue Sortiment GANZ OHNE WERKZEUG. Dieses beinhaltet 25 Produkte zum werkzeuglosen Befestigen, die je nach Anwendung in die Segmente CLEVER AUFHÄNGEN, REPARIEREN und KLEBEN untergliedert werden.  

Für seine modern ausgestatteten und organisierten Entwicklungs- und Produktionsgebäude in Denzlingen wurde fischer bereits mehrfach ausgezeichnet. So erhielt der Befestigungsexperte 2008 den GEO-Award der „Fabrik des Jahres“, einem der renommiertesten Industrie-Wettbewerbe in Europa. 2015 war fischer Sieger in der Kategorie „Hervorragendes Produktionssystem“ bei der „Fabrik des Jahres“. 2018 ging die Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ an den Befestigungsexperten für ein Projekt in Denzlingen. Mit dem Preis würdigt die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ Ideen aus Wirtschaft und Wissenschaft, die das Potential von Industrie 4.0 voll ausschöpfen. 

Im Bereich Bauchemie erschließt fischer bis heute verstärkt einen stetig wachsenden Markt. Kommt den bauchemischen Produkten doch bei der Erhaltung und Sanierung von Bauwerken eine große Bedeutung zu. Oft schaffen sie sogar erst die Voraussetzungen dafür, Architekturtrends zu setzen. Entsprechend haben sich die 18 Millionen DM, die fischer damals investiert hatte, um das Denzlinger Grundstück zu erwerben und zu bebauen, längst bezahlt gemacht – mit weiter steigender Tendenz.

Quelle: fischerwerke GmbH & Co. KH
Unternehmenskommunikation