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US-Präsident Donald Trump droht mit einseitiger INF-Vertragskündigung

„Mayors for Peace“ fordert Bundesaußenminister Heiko Maas zur Vermittlung zwischen den USA und Russland auf
Bürgermeister Markus Hollemann: „Die Menschen – egal wo – haben es verdient, in Frieden leben zu können, ohne Angst um Leib und Leben!“

„Frieden geht uns alle an“, sagt Denzlingens Bürgermeister Markus Hollemann. Und da die Gemeinde Denzlingen Mitglied im globalen Netzwerk „Mayors for Peace“, dem allein in Deutschland rund 600 Kommunen angehören, ist, hat er sich einem Schreiben des Hannoveraner Oberbürgermeister Stefan Schostok an Bundesaußenminister Heiko Maas angeschlossen. Darin fordert der Vizepräsident der „Mayors for Peace in Deutschland“ auch im Namen seiner Bürgermeisterkollegen den Minister auf, alles, wirklich alles zu tun, dass der INF-Vertrag (Intermediate Range Nuclear Forces Treaty) nicht von US-Präsident Donald Trump aufgekündigt wird.

Trump ist der Ansicht, dass Russland diesen Vertrag verletzt habe und droht, zum 2. Februar 2019 diese Abmachung einseitig aufzukündigen. Damit, so die Überzeugung der „Mayors for Peace“, besteht die Gefahr, dass erneut nuklear aufgerüstet wird, dass wieder Kurz- und Mittelstreckenraketen und Cruise Missiles auf europäischem Boden stationiert werden und damit die Phase der Abrüstung und Rüstungskontrolle zu Ende geht. Der INF-Vertrag hatte 1987 diese Waffen mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 km überflüssig gemacht und war ein großer Durchbruch bei der Annäherung der beiden Staaten während des Kalten Krieges.

Maas wird gebeten, als vermittelnde Instanz zwischen Russland und den USA zu wirken und eventuelle Missstände in der dafür vorgesehenen „Special Verification Commission“ klären zu lassen.

„Wir müssen jede noch so kleine Chance nutzen, ein erneutes nukleares Wettrüsten zu verhindern. Die Menschen – egal wo – haben es verdient, in Frieden leben zu können, ohne Angst um Leib und Leben!“, betont der Denzlinger Rathaus-Chef.
Deshalb unterstützt er das Schreiben des Hannoveraner OBs.