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 „Mayors for Peace“ – „Bürgermeister für den Frieden“

Denzlingen beteiligt sich am weltweiten Netzwerk

„Egal, wie groß oder klein eine Kommune ist: jede, die sich für den Frieden einsetzt ist wichtig. Und letztlich ist es wie beim Meer: es bezieht seine Größe, seine Stärke aus vielen kleinen Wassertropfen!“, beschreibt Bürgermeister Markus Hollemann seine Beweggründe, warum die Gemeinde Denzlingen der Aufforderung von Matsui Kazumi, Bürgermeister von Hiroshima, folgt und Mitglied des Netzwerkes „Mayors for Peace“ – „Bürgermeister für den Frieden“ wird.

In der Ratssitzung am 23. Oktober 2018 hat der Denzlinger Gemeinderat einstimmig beschlossen, dass die Gemeinde dem Städtebündnis „Mayors for Peace“ beitritt. Jährlich am 8. Juli wird die Flagge des Bündnisses gehisst. Bürgermeister Markus Hollemann: „Denzlingen zeigt mit diesem Beschluss eindrucksvoll, dass es in einer lebendigen Kommune bei aller Meinungsvielfalt Dinge gibt, die für keinen auch nur einen Augenblick in der Diskussion stehen: Frieden gehört dazu!“

Das Netzwerk „Mayors for Peace“ wurde 1982 auf Initiative der durch den Atombombenabwurf von 1945 schwer getroffenen Städte Hiroshima und Nagasaki gegründet. Heute gehören dem Netzwerk mehr als 7.632 Kommunen in 163 Ländern der Welt an, die sich gemeinsam weltweit für eine friedliche Zukunft, die Abschaffung der Atomwaffen und für den Abschluss eines internationalen Verbotsvertrages einsetzen.

In der Überzeugung, dass Städte keine Angriffsziele sein dürfen und eine Zukunft ohne Atomwaffen der Menschheit neue Perspektiven eröffnet, soll durch vielfältige Aktionen das öffentliche Bewusstsein geschärft und die weltweite Unterstützung zur Abschaffung der Atomwaffen gesteigert werden.

Dies sei heute, so Bürgermeister Hollemann, umso wichtiger, als durch die Drohung des
US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, den INF-Vertrag von 1987 aufzukündigen, die Welt und insbesondere Europa wieder ein Stückchen näher an eine Kriegsgefahr gerückt sei. Der Verzicht auf nuklear bestückte Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von 500 bis 5.500 Kilometer habe Europa Sicherheit gebracht: „Nun ist ein erneutes Wettrüsten zu befürchten!“ Hollemann betont, dass gerade bei so einer realen Bedrohungslage das Netzwerk „Mayors for Peace“ sich zu Wort melden könne und den Wunsch der von ihm vertretenen Bürger nach Frieden und Sicherheit zum Ausdruck bringen müsse.

In Deutschland gehören der internationalen Organisation gegenwärtig 603 Kommunen an. Darunter kleine Gemeinden und Großstädte wie Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, München sowie Städte in Baden-Württemberg wie Stuttgart, Freiburg, Mannheim, Karlsruhe und Offenburg. Hannover ist eine der Vizepräsident- und Exekutivstädte des Bündnisses und Lead City für Deutschland; das Sekretariat des Städte-Bündnisses befindet sich in Hiroshima.

Insbesondere im vergangenen Jahr, aufgrund neuer politischer Spannungen, haben sich viele Kommunen dazu entschlossen, dem Bündnis beizutreten. Seit 2015 hat das Netzwerk ein Informationssystem für seine Mitglieder installiert, das über Aktivitäten informiert und gemeinsame Aktionen unterstützt. Seitdem erhebt die Organisation einen symbolischen Mitgliedsbeitrag. Mit dem weltweiten Flaggentag am 8. Juli eines jeden Jahres soll öffentlichkeitswirksam auf die Ziele des Netzwerkes aufmerksam gemacht werden.

Weitere Informationen unter: https://www.mayorsforpeace.org/english/