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Denzlinger Rettungszentrum feierlich eingeweiht

Seit Freitag, 20.01.2012, ist ein lang ersehnter Traum erfüllt - Feuerwehr und Rotes Kreuz unter einem gemeinsamen Dach – 3,2 Millionen Euro zur Sicherheit der Bevölkerung investiert

Im Beisein von rund 200 geladenen Gästen aus nah und fern wurde das neue Denzlinger Rettungszentrum an der Vörstetter Straße unweit der großen Bahnunterführung offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Die Freiwillige Feuerwehr und das Rote Kreuz, die bereits seit Dezember dort Einzug hielten und von dort aus sogar bereits wiederholt zu Einsätzen ausrücken mussten, werden künftig dort stationiert sein. Mit sichtlichem Stolz nahmen sowohl die Vertreter der Gemeinde wie die im Rettungszentrum tätigen Personen das neue Haus in Besitz und brachten allen Beteiligten ihren Dank zum Ausdruck.

Musikalisch umrahmt wurde die rund zweistündige Einweihungsfeier durch die Denzlinger Dorfmusikanten, ehe man sich in den Gemeinschaftsräumen im Obergeschoss des Hauses einen Umtrunk und ein gemeinsames Abendessen gönnte. Zuvor aber gab es in der großen Fahrzeughalle, in der Platz für acht Einsatzfahrzeuge gegeben ist, ein festliches Rahmenprogramm, derweil die Einsatzfahrzeuge – mit Ausnahme der großen Drehleiter, die eine imposante Kulisse des Geschehens bildete – auf dem Vorplatz des Rettungszentrums in Reih und Glied stationiert waren.

Nach einem Sektempfang und der musikalischen Eröffnung durch die Dorfmusikanten ergriff Bürgermeister Markus Hollemann das Wort als Hausherr, wobei er alle Gäste willkommen hieß und allen an Bau beteiligten Personen, angefangen vom Bauamt mit dem früheren Bauamtsleiter Harald Krapp, der zur Einweihungsfeier aus Kehl angereist war, sowie dem maßgeblichen Mann vor Ort, Harald Schätze, und allen am Bau beteiligten Firmen seinen Dank aussprach. Sein Dank galt nicht zuletzt den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes, sie sich bei der Realisierung des Projektes sehr engagiert - und sich vor allem vorbildlich kooperativ gezeigt hätten.

Intensive Vorarbeiten
Als Vertreter des Bauamtes stellte Harald Schätzle nochmals die wesentlichen Eckpunkte der Entstehungsgeschichte und Realisierung des 3,2 Millionen teuren Projektes vor, wobei er im Einzelnen darlegte, welche Planungsschritte und Vorüberlegungen letztlich zu dem jetzt überzeugend positiven Ergebnis geführt hätten. Auch sein Dank galt allen Gesprächspartnern der Feuerwehr und des DRK, vor allem aber den am Bau beteiligten Firmen für die gute Arbeit, die hier ohne Schaden an Leib und Leben eines Menschen ausgeführt worden seien.

Den Segen Gottes für die Menschen der Feuerwehr und des Roten Kreuzes, die im Dienst am Nächsten „Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr“ im Einsatz seien, erbat Pfarrer Hermann Vogt, begleitet von Prädikantin Brita Kopf und Thomas Pantel vom evangelischen Kirchengemeinderat. In Gebeten brachten die Kirchenvertreter zum Ausdruck, dass Gott in diesem freiwilligen Dienst spürbar werde im „Retten, Bergen, Löschen, Schützen“. Gott schenke ihnen Kraft, „das Erlernte professionell anzuwenden“ im Dienst an den Mitmenschen.

Innere und äußere Sicherheit
Landrat Hanno Hurth  betonte – auch im Namen von Kreisbrandmeister Jörg Berger -  die wesentliche Verantwortung des Staates für die innere und äußere Sicherheit der Menschen, wozu nicht zuletzt auch der Brandschutz gehöre. Insofern sei eine gute Kooperation zwischen Feuerwehr und DRK  nur zu begrüßen. Kommandant Martin Schlegel warf einen Blick zurück in die lange Vorgeschichte, die zu dem jetzt vollendeten Rettungszentrum geführt habe. So habe das alte Feuerwehrhaus in der Fröbelstraße, das 1958 errichtet – und 1977 und 1984 erweitert worden sei, den Anforderungen der Zeit nicht mehr entsprochen. Eine über Jahre bestandene  zeitraubende Unterbringung der Einsatzfahrzeuge an verschiedenen Orten in der Gemeinde hätte eine effektivere Lösung dringend erforderlich gemacht. Daher sei man noch unter Bürgermeister Lothar Fischer bei der Suche nach einem geeigneten Standort zu der jetzigen Lösung gekommen, wobei Bürgermeister-Stellvertreter Otto Frey wesentlich zur Lösung des notwendigen Grundstück-Erwerbs beigetragen habe.

Zahlreiche Grußworte
Mit Dankbarkeit erwähnte Kommandant Schlegel auch die unter Bürgermeister Hollemann getroffene Entscheidung,  eine hauptamtliche Stelle für einen Gerätewart zu schaffen. Besonders dankbar zeigte sich Kommandant Schlegel gegenüber seinen engsten Mitarbeitern in der Wehr, Stellvertreter Christian Schlenk, den Zugführern Uwe Nübling und Andreas Deck und nicht zuletzt Sibylle Pfister, die im Hauptamt als Ansprechpartnerin der Feuerwehr tätig ist.

Dank sagte auch der Vorsitzende des DRK-Ortsverbandes, Michael Hog, an die Adresse der Gemeinde, der Feuerwehr und nicht zuletzt allen Aktiven im Roten Kreuz. Sodann sprachen noch zehn weitere Vertreter aus Nachbargemeinden und  Nachbarwehren, allen voran Bürgermeisterin Martina Angermann aus Arnsdorf und Bürgermeister Michael Schlegel (Reute) mit Marta Putz als Vertreterin von Vörstetten Grußworte. Ebenso die Kommandanten der beiden anderen Wehren im Verband, Volker Nehring (Reute) und Sergio Capobianco (Vörstetten). Mit im Reigen der Gratulanten waren auch Vertreter aller anderen Nachbargemeinden rund um Denzlingen, die auf diese Weise das gute Miteinander zum Ausdruck brachten.

Text und Fotos: Helmut Gall

200 Personen versammelten sich in der Fahrzeughalle zur Einweihungsfeier.
Namhafte Vertreter aus dem Landkreis waren unter den Gästen.
Bürgermeister Markus Hollemann bei seiner Begrüßung.
Bauleiter Harald Schätzle bei seiner informativen Ansprache.
Bei der Segnung des Rettungszentrums (von rechts): Prädikantin Brita Kopf, Pfarrer Hermann Vogt, Kirchengemeinderat Thomas Pantel.
Bürgermeister und Nachbarwehren des Verbandes gratulieren.
Auch Bürgermeisterin Martina Angermann aus Arnsdorf gratulierte.